Idee und Historie des Powergolfers

Sein Handicap verrät der Golfer Christian Nachtwey gern. „Ich kann nicht laufen“, sagt er. Pause. Während der 47-Jährige die Worte so locker-leicht ausplaudert, als bäte er den Caddie um ein anderes Eisen, stockt der Gesprächspartner. Jetzt erst dämmert ihm die Doppeldeutigkeit der Frage. Nachtwey lächelt. Natürlich weiß er genau, dass die Spielstärke auf dem Grün gemeint ist – und die liegt bei 21,7.

„Mittelfristig möchte ich 17 bis 18 erreichen“, sagt Nachtwey. Ein Wert, der schon einem gesunden Sportler eine Menge Respekt abnötigt. In diesem Falle wirkt die Zahlenkombination noch beeindruckender. Denn Christian Nachtwey ist eben kein gesunder Sportler. Nicht mehr! Seit einem Verkehrsunfall ist er an den Rollstuhl gefesselt. ,,Th 12 komplett,, laute die Diagnose, sagt er. Übersetzt für Medizinlaien: „Unterhalb des Bauchnabels bin ich gelähmt.“

Am 6. Juni 1997 nimmt sein Leben innerhalb von Sekunden eine dramatische Wende.

 

Der Unfall

 

„Es heißt, dass es circa zwei Jahre dauert, bis auch der Kopf im Rollstuhl sitzt“, sagt er. „Ich habe das Ganze sehr schnell realisiert.“ Und die neue Situation angenommen. Nicht mehr gehen zu können, sagt Nachtwey, sei für die Betroffenen das geringste Problem. „Alle anderen Einschränkungen sind viel gravierender.“ So setzt ihn der behandelnde Doktor relativ unverblümt darüber in Kenntnis, dass er seine große Leidenschaft künftig abhaken müsse. „Der meinte, das Golfen kann ich vergessen“, sagt Nachtwey. Stattdessen sei ihm empfohlen worden, sich aufs Tauchen oder Schwimmen zu konzentrieren: „Weil ich das wenigstens noch gemeinsam mit meiner Frau tun kann.“

Die düstere Prognose weckt Nachtweys Erfindergeist. Wegen der Krankheit auf Golf verzichten? Nein, dazu ist er nicht bereit. Nachtwey fängt an zu tüfteln. In seiner Werkstatt schraubt der gelernte Tischler alte Elektrorollstühle auseinander und neu zusammen. Gesucht ist eine Lösung, die zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt: Geländefähigkeit und Aufrichtfunktion. „Den ersten Rahmen habe ich aus Holz gebaut“, schmunzelt er. „Unser Dorfschmied musste das Gestell aus Metall nachbauen.“ Fast vier Jahre ziehen ins Land, bis sämtliche Details ausgereift sind.

Die Geduld hat sich gelohnt. Mithilfe des so genannten Powergolfers ist aus dem vermeintlich hoffnungslosen Fall inzwischen ein Champion geworden. Nachtwey zählt zur Elite des Behindertengolfs. Er ist Kapitän der Deutschen behinderten Golf Nationalmannschaft, räumt bei internationalen Turnieren regelmäßig Medaillen und Pokale ab. Bis dato größter Triumph ist der Europameister-Titel 2001. 

Wer nun vermutet, dass die guten Resultate auf harten Trainingsstunden basieren, der wird verblüfft. „Das kann ich mir nicht erlauben“, sagt Nachtwey. „Dafür fehlt mir die Zeit.“ Schließlich ist er Geschäftsmann. Nachtwey vertreibt das von ihm entwickelte Spezialgerät, den Powergolfer. Obendrein leitet er die Geschäftsstelle des Behinderten Golf Clubs Deutschland e.V.. Partnerin Bettina (43) ist als Sekretärin seine rechte Hand. Beide engagieren sich ehrenamtlich für den BGC. Aus purem Enthusiasmus, wie er sagt. Aber mit einer klaren Mission. „Wir wollen Berührungsängste abbauen und den Menschen zeigen, dass Behinderte in der Gesellschaft und auf dem Golfplatz zur Normalität gehören und der Golfsport eine sehr gute Therapiemöglichkeit für behinderte Menschen darstellt.

 

 

Wir veranstalten gemeinsam mit unserem Partner, dem Behinderten Golfclub Deutschland e.V. , bundesweit Schnupperkurse und Integrationsturniere.

Schauen Sie doch mal rein.

 

www.bgc-golf.de

Auch der BGC Österreich ist einer unserer Partner.

Im letzten Jahr richtete der BGC Österreich die Europameisterschaften der Golfer mit Behinderung aus. Schauen Sie doch mal rein. 

 

www.golfhandicap.at

....der Powergolfer in Aktion

Von Januar bis März 2011 veranstalten wir wieder , gemeinsam mit dem Kur hotel Mar Y Sol und dem Golfplatz Los Pallos Schnupperkurse für interessierte Urlauber . Der Aufenthalt im Mar Y Sol ist für körperlich benachteiligte Menschen ein reines Vergnügen, da sich das ganze Hotel und auch die Umgebung 100 % behinderten freundlich darstellt und auf alle Belange von behinderten Menschen eingestellt ist.

Interessiert ?

 

www.marysol.org

 

Hier ein paar Impressionen

 

 

 

 

 

 

 

 

Die NGG Holland ist ebenfalls unser Partner . Die NGG engagiert sich stark in der Förderung des Behinderten Golf Sport in Holland .

 

www.gehandicaptengolf.nl

 

 

 

 

 

 

 

 

Die F.I.G.D. ist schon seit Jahren unser Partner .

Sie ist die einzige anerkannte Behindertengolf Organisation in Italien

 

 

Unser Partner die EDGA ist die Dachorganisation  des Behinderten Golf Sport in Europa. Es sind 16 Länder in der EDGA vereinigt. Wir haben unter anderem den technischen Support bei der EM in 2010 für die EDGA zur Verfügung gestellt.

 

www.edgagolf.com

Grün/ Länder der EDGA
Grün/ Länder der EDGA

Unser Partner

,, Dr. Hochmuth,

European Association GolfPhysioTherapy e.V.

setzt sich genau wie wir, seit Jahren für gesundes Golfen von nicht bihinderten  und behinderten Menschen ein !l

 

http://www.youtube.com/watch?v=v

6AwB5k2Imo&ea

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